weiter zum nächsten Bild
zurück zum letzten Bild
Martin Luther

Martin Luther (1483-1546)


Das Porträt zeigt den Reformator im Barett des Professors und ist von einem Kranz umgeben, der aus sogenannten Lutherrosen gebildet ist, einem heraldischen Symbol, denn Luther führte auch ein Wappen, das eine weiße heraldische Rose zeigt, deren Zentrum ein rotes Kreuz bildet. Die Inschrift Dem größten Bergmannssohn die deutsch-akademische Verbindung Cruxia zu Leoben verweist auf die noch heute existierende akademische Burschenschaft Cruxia.

Links unten ist das Wappen dieser traditionsreichen Korporation zu sehen, dessen Helmdecken die Farben Rot-Weiß-Gold tragen. Der Wappenschild zeigt im Herzschildchen den „Zirkel” der Verbindung, eine graphische Kurzform des Namens und eines Mottos, weiters ein rotes Kreuz, das den Namen Cruxia deutet. Dieser hat aber keine religiösen Bezüge, sondern verweist auf den Gründungsort der Vereinigung, dem Gasthaus Zum Kreuz, das sich einst im Hause Timmersdorfergasse - Ecke Kirchplatz in der Leobener Altstadt befand. Weiters ist der Dreifarb, die deutsche Eiche und eine bekränzte Lyra als Symbol studentischen Singens zu sehen. Der Schild ist mit einem Paar Schläger, der studentischen Mensurwaffe unterlegt, deren Korb ebenfalls die Cruxenfarben aufweist. Unter dem Wappen ist der Wahlspruch der Cruxen Hie gut Deutsch alleweg angeführt. Der Inhalt des Wappens erklärt sich aus der Zeit um 1900, als die meisten akademischen Verbindungen deutschnational-großdeutschen Idealen nachhingen und sich damit von der Los von Rom-Bewegung angezogen fühlten, die im ausgehenden 19. und beginnenden 20. Jahrhundert auch in Österreich zu einer ausgesprochenen Blüte des Luthertums führte. Aus dem Milieu der Montanistischen Hochschule wird auch verständlich, dass man mit der Widmung auf die Herkunft des in Eisleben geborenen Luther Bezug nimmt, der ja aus dem Milieu des dort umgehenden Bergbaues stammte.